Hochtourenwoche in der Schweiz

Mit einer Gruppe von 5 Leuten (4 Jugendleiter und unserem Teamer Ben) starten wir am Sonntag unsere Jugendleiter-Schulung in den Schweizer Alpen. Wir treffen uns in Täsch, ein kleiner Ort nördlich von Zermatt. Von dort fahren wir weiter nach Ottavan und beginnen unseren Aufstieg zur Täschhütte (2701 m). Das Symbol des DAV, das Edelweiß, sehen wir gleich mehrfach auf unserem Weg.

Von der Hütte sind es etwas mehr als 500 Höhenmeter die wir fast täglich zum Gletscher aufsteigen. Der Blick auf das Matterhorn wird mit zunehmender Höhe frei. Je nach Tagesprogramm starten wir mit dem Frühstück um 3:15 oder um 7:15. Die Bergziegen lassen sich durch uns nicht stören - an Bergsteiger sind sie scheinbar schon gewöhnt. Den Anreisetag verbringen wir dem ersten Theorieteil „Ausrüstungskunde“ und einer kurzen Eingehtour in der der Nähe der Hütte.

Um uns erst mal an die Höhe zu gewöhnen, ging die erste Tour zum Alphubeljoch (3700 m). Eine spätere Tour führte dann auch zum Gipfel, dem Alphubel (4206m).

Unsere erste lange Tour beginnt früh. Um 4 Uhr nach dem Frühstück beginnt unser Aufstieg im Dunkeln mit Stirnlampen zunächst zum Gletscherrand. Ab dort reicht das Sonnenlicht - die Tour zum Allalinhorn (4027 m) führt über einen felsigen Abstieg vom Alphubelgletscher zum Mellichgletscher. Von dort an geht der Weg durchs Eis hin zum Südwest-Grat des Allalinhorns. Hier beginnt schöne Kletterei im griffigen und stabilen Fels bis zu einer Schuttrinne mit losem Gestein, welche wir überwinden. Bis zum Gipfel müssen wir zunächst aber noch eine steile Firnflanke von etwa 30 m Höhe bezwingen. Dafür verwendeten wir die Frontalzackentechnik.

Den Gipfel erreichen wir alle. Da wir aber noch einen weiten Weg zurück vor uns haben steigen wir schnell wie­der ab. Die Sicht reicht ohnehin nur bis zum Gipfelkreuz. Der Rückweg führt über das Feejoch zum nächsten Gipfel, dem Feechopf (3888 m). Dabei sind wieder einige Höhenmeter am ausgesetzten Felsgrat zu erklettern.

Der nächste Tag wird entspannter angegangen, unser Ziel ist wieder der Mellichgletscher den wir schon von unserer ersten Tour kennen. In der Übung „Spaltenbergung“ darf jeder Mal in der Gletscherspalte abhängen und in 3er-Seilschaften üben wir die Bergung des „gestürzten“.

Unser zweiter 4000er ist der Hausberg - der Alphubel (4206 m). Der Weg führt über den bekannten Weg zum Alphubeljoch. Von dort steigen wir über den Südostgrat auf. Dieser Weg führt über einen schmalen Firngrat hin zu einer steilen Eisflanke mit einer Länge von etwa 100 m. Sicheres Antreten mit den Steigeisen ist hier gefordert. Gesichert sind wir am laufenden Seil mit Eisschrauben.

Vielen Dank an Ben, Hannes, Marco, Wiebke für die schönen Tage!

Marco

Auf der Seite von Wiebke (wiebilein.blogspot.de) gibt es noch einen weiteren schönen Tourenbericht mit vielen Fotos und Videos.